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von Annie Lux
Im Fotofachgeschäft auf der High Street Kensington gibt es Mittwoch morgens „Staff training“. Der stellvertretende Manager Julius beschwert sich über den nichtanwesenden Manager Charles. Die Angestellten schenken ihm ein zustimmendes Stirnrunzeln - das eherne Gesetz der Vorgesetztendissung. Danach öffnet der Laden.
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Florian Henckel von Donnersmarck erhält Oscar als „Best Nazi-Actor“
Florian Henckel von Donnersmarck kann es nicht fassen. „Es fühlt sich wirklich großartig an, und sie ist wunderschön. Jeder, der will, darf sie anfassen“, erzählt der frischgebackene Oscar-Gewinner begeistert von seiner Begegnung mit Angelina Jolie. Aber auch die vergoldete Statuette, die der 2,05m-Hüne seit gestern Abend fest in Händen hält, gefällt ihm „ganz gut“. Er freue sich über den „goldenen Phallus“, sagte Donnersmarck in einem „reuters“-Interview und wedelte, die Figur vor den Hosenlatz haltend, offensiv zwinkernd in Richtung Jolie. Dann dankte er seiner Frau Christiane für ihr Verständnis.
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Wladimir Putin trifft Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI. ist am Dienstag erstmals mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen. Ein Sprecher des Vatikans bezeichnete des Treffen als „unverbindliches Kennenlernen in ungezwungener Atmosphäre“ (Salzstangen, Piccolöchen). Anschließend sei man noch „zum Italiener“ und ins Kino („Der gute Hirte“, USA, 2006) gegangen. Ob eine zweite Verabredung geplant sei, ließ der Sprecher allerdings offen. „Alles kann, nichts muß“, so die öffentliche Verlautbarung.
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von Annie Lux
Dem Hinweis meiner Akupunkteurin folgend fuhr ich zum BAPS Shri Swaminarayan Mandir, einem Hindutempel im Stadtteil Neasden. Dort sollte es indisches Essen und Annakut (Hinduneujahr) geben. Frauen in bunten Saris und Männer in unbunten Normalklamotten tauchten von überall her auf und formierten sich vor dem Tempel zu einer Menschenschlange. Ich reihte mich ein und passierte nach flottem Voranschreiten das Eingangstor. Danach gelangte ich in ein großes Zelt, in dem schon eine nicht unbeachtliche Anzahl von BAPS-Anhängern wartete.
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Zombie-Experte Heinz-Herbert Baron Samedi zweifelt an der Gesundheit des Maximo Lider.
Fidel Castro, Havannas berühmteste Ruine und beliebtester Diktator der Welt, weist Gerüchte um sein Ableben entschieden zurück. „Ich bin nicht tot“, bekennt der als robust geltende Caudillo in einem Heimvideo, dass zahlreichen Fernsehstationen zugespielt wurde.
Zum Beweis liest Castro darin aus einer aktuellen Tageszeitung, erhebt sich ohne fremde Hilfe, tanzt einen verflucht schwierigen Ausschnitt aus „Schwanensee“ und erschießt eigenhändig ein paar Dissidenten.
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Begegnungen mit Tieren, von Annie Lux
Mein im letzten Aufsatz angekündigtes Vorhaben nach Cambridge zu fahren, habe ich nun doch noch nicht in die Tat umgesetzt. Dafür reiste ich nach Cornwall ins Rosamunde Pilcher Land. In dem kleinen Städtchen und Touristenmagnet St. Ives entrollte ich meinen geliehenen Schlafsack und stellte mein geborgtes Zelt auf. Als Anhängerin von Luxus und Bequemlichkeit fiel es mir nachvollziehbar schwer, des nächtens in einem Zelt Schlaf zu finden und so litt ich die gesamten vier Tage unter beträchtlichem Schlafmangel. Dazu gesellten sich zwei signifikante, als auch fatale Begegnungen mit der einheimischen Tierwelt.
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von Christian Bartel
Als Mathilde Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand sie ihren Mann Gregor zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.
„Nicht schon wieder.“ stöhnte sie und versuchte, das häßliche Insekt aus dem Bett zu schubsen. Wenn ihr Mann sich in einen Käfer verwandelte, war er kaum aus dem Bett zu kriegen, ging nicht arbeiten und drückte sich tagelang in den dunklen Ecken der Wohnung herum. Außerdem nagte er immer an der Holzverkleidung im Wohnzimmer. Mathilde haßte das.
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Ein unzoologischer Aufsatz
Städtereisen im Halbschlaf sind eine empfehlenswerte Unternehmung. Das kann ich aus persönlicher Erfahrung heraus behaupten.
Es ist noch nicht so lange her, da paarte sich hormonell bedingte Übernächtigung mit wilder Unternehmungslust und geißelte mich in einen Linienbus nach Oxford. Gierig ein paar Elitestudenten an den Hintern zu grabschen, stolperte ich eineinhalb Stunden später hinein in die Universitätsstadt.
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