Digitalisierung von Büchern

Digitalisierung von BüchernDie Digitalisierung von Büchern ist ein großes wissenschaftliches Projekt, das von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet von mehreren großen Bibliotheken und Universitäten vorangetrieben wird. Sein Ziel ist es, berühmte Bücher, die zum Weltkulturerbe zählen, vor dem Verfall zu retten und der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. Viele Bücher, beispielsweise die Gutenbergbibel, sind so kostbar und empfindlich, dass es nur wenigen Spezialisten erlaubt ist, sie zu berühren. Von anderen Büchern existieren nur noch wenige Kopien oder gar lediglich ein einziges Exemplar auf der ganzen Welt. Um es anzusehen, müssten Forscher und Studierende lange und beschwerliche Reisen auf sich nehmen. Bücher dieser Art werden zudem nicht ausgeliehen, sondern dürfen bestenfalls im Lesesaal der Bibliothek gelesen werden. Für lange Studien bleibt da kaum Zeit.

Die Digitalisierung der Bücher soll all das ändern. Die Webseiten mit den Büchern werden ins Internet gestellt, ohne eine Domain reservieren zu müssen. Dort sind sie zum großen Teil sogar kostenlos abrufbar. Gleich, wo man sich befindet, kann man die Bücher online ansehen und die einzelnen Seiten ausdrucken. So bequem die Digitalisierung von seltenen Büchern für den Benutzer auch ist, für die Forschungs- und Bildungseinrichtungen, die sie veranlassen, ist es mühselige Kleinarbeit.

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Digitalisierung ist Handarbeit. Jedes Buch muss Seite für Seite eingescannt werden. Der damit beschäftigte Mitarbeiter hat durchschnittlich fünf Sekunden Zeit pro Seite zur Verfügung. Oft werden Seiten doppelt gescannt und andere dafür vergessen. Zwar gibt es Software, die automatisch Schäden korrigiert und beispielsweise löchrige, undeutliche oder verblasste Buchstaben ausfüllt, trotzdem muss jede Seite vor der Freigabe kontrolliert werden. Das trifft besonders auf Seiten mit Illustrationen zu. Experten versuchen, auf dem Computer das ursprüngliche Aussehen der Seite wiederherzustellen, wie es zur Zeit des Erscheinens des Buches war.