Online-Portale verdrängen Bücher und Zeitschriften

Das Thema ist durchaus umstritten. Seit das Internet als Medium immer alltäglicher wird und von vielen genutzt wird, hat die Branche die Sorge, dass gedruckte Medien wie Zeitschriften und Bücher vom Markt verschwinden könnten.

Diese Sorge ist sicher nicht ganz unbegründet. Für Online-Portale sprechen schließlich viele Vorteile: Häufig sind sie im Gegensatz zu Büchern und Zeitschriften kostenlos. Sie sind vergleichsweise leicht zu finden – eine Anfrage bei einer der großen Suchmaschinen reicht ja, um jede Menge Vorschläge zu bekommen. Auch sind sie häufig sehr aktuell, was bei Büchern ja durchaus nicht immer der Fall ist. Andererseits dürfen bestimmte Nachteile nicht verschwiegen werden: Wer weiß schon, ob tatsächlich Fachleute hinter dem Online-Portal stecken? Es ist kaum zu überprüfen, wie seriös die Portale wirklich sind. Laien können die Qualität der Informationen nicht immer richtig einschätzen. Zudem verfügt eben nicht jeder überall über einen Internetzugang und manche Portale sind schwierig wiederzufinden.

Daher hat sich in den letzten Jahren auch gezeigt, dass Online-Portale häufig als Ergänzung zu Büchern und Zeitschriften fungieren. Es ist ja zu beobachten, dass viele Verlage für ihre Zeitschriften parallel ein Online-Ratgeber-Portal aufbauen, das ergänzende und aufbauende Informationen enthält. Vor allem Archive der Zeitschriften können das Angebot sehr attraktiv für Nutzer machen die so leichter Informationen aus älteren Exemplaren wiederfinden können.

Auch bei Büchern ist bisher kein wirklicher Verdrängungswettbewerb durch das Internet zu erkennen. Viele Kunden bevorzugen es, ein gedrucktes Buch in der Hand zu halten, sei es zur Unterhaltung oder zur Weiterbildung. Das zeigt sich auch an dem sich bisher sehr zögerlich entwickelnden Marktanteil der sogenannten E-Book-Reader.

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