Hinter dem Begriff des Strickens verbirgt sich die Herstellung von Maschen mit Nadeln sowie Faden oder Garn. Vor allem unter Frauen ist Stricken nach wie vor beliebt. Netzstrümpfe und andere Kleidungsutensilien sind so herstellbar. Es hat sich mittlerweile sogar eine sogenannte “Strick-Guerilla” herausgebildet, die den öffentlichen Raum durch das Stricken verschönert. Grund genug, sich einmal die Techniken beim Stricken etwas näher anzuschauen; durchaus gibt es hierzu einiges an Fachliteratur mit welcher man sich noch mehr in das Thema hineinlesen kann.
Die Technik beim Stricken per Hand
Beim Stricken per Hand wird sogenanntes Handstrickgarn verwendet. Es kann sich dabei um Wolle, Garn oder Seide handeln. Die zugehörigen Stricknadeln bestehen aus Stahl, Holz, Carbonfasern und auch Kunststoff. Auf eine der beiden Nadeln werden Maschen aufgelegt. Diese Nadel wird mit der linken Hand geführt. Über den Zeigefinger wird der Faden der letzten Masche gelegt. In das Loch der Masche wird mit der Nadel der rechten Hand gestochen, der Faden gefasst und durch die Masche gezogen. Anschließend wird die Masche fallen gelassen. So entsteht im Laufe der Zeit ein völlig miteinander verstricktes Konstrukt, da der Faden an keiner Stelle unterbrochen wird. Unterschieden werden dabei Maschen, die “mit links” und “mit rechts” gestrickt werden.
Das Stricken von Strümpfen ganz praktisch gesehen
Für das Stricken von Strümpfen wird zunächst ein Nadelspiel benötigt. Beispielsweise werden für Schuhgröße 39 rund 60 Maschen benötigt, die auf vier der fünf Stricknadeln verteilt werden. Gestrickt wird zunächst das Bündchen, wobei abwechselnd eine linke und eine rechte Masche zu stricken sind. Ist es lang genug, kann zum Beispiel ein Spiralmuster eingearbeitet werden. Dabei werden vier rechte und vier linke Maschen im Wechsel gestrickt. Nach vier Runden wird dieses Schema um eine Stelle versetzt. Dies wird gemacht, bis der Strumpf die gewünschte Länge erreicht hat. Abschließend werden nur noch rechte Maschen zum Abschluss des Strumpfes gestrickt. Die vorletzte und drittletzte Masche werden dabei so verstrickt, dass es sich um eine Masche handelt.