Trauerliteratur im Wandel

Trauernde Menschen müssen ihre Trauer verarbeiten, um irgendwann gesund und unbelastet weiterleben zu können. Um den Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres überwinden zu können, schreiben manche Menschen, andere lassen sich durch das Lesen trösten. Die Trauerliteratur ist dabei genauso einem Wandel unterworfen wie die Gesellschaft und der in jeder Gesellschaft typische Umgang mit Tod und Verlust.

Bei Trauerliteratur geht es natürlich nicht mehr nur darum, mit Poesie oder mit Erzählungen die persönliche Trauer darzustellen, was ja durchaus anderen in einer ähnlichen Situation helfen kann. Trauerliteratur umfasst heute eine Vielzahl an Ratgebern, die einzig und allein das Ziel haben, Trauernden zu helfen. Genau wie bei anderen Themen ist dabei eine deutlich seltenere Tabuisierung festzustellen. Durchaus wird auch thematisiert, wie Eltern damit umgehen, wenn ihre Kinder sterben. Andererseits gibt es viele Ratgeber, wie Eltern ihre Kinder unterstützen können, wenn diese vom Tod eines Geschwisterkindes oder eines Freundes betroffen sind. Noch vor einigen Jahren wären Bilderbücher für kleine Kinder zum Thema Tod und Trauer kaum zu finden gewesen, das hat sich inzwischen geändert. Trauerliteratur Trauerlyrik und auch Trauersprüche thematisiert dabei alle möglichen Fälle, den Verlust von Kind, Partner, Eltern oder Freunden, es gibt Ratgeber, aber auch Gedichtbände, Bücher mit konkreten Hilfestellungen, was alles bei einem Todesfall zu unternehmen ist sowie tröstende Bildbände.

Der Wandel zeigt sich auch bei der Literatur, die herangezogen wird für die Gestaltung von Todesanzeigen oder -karten. Diese sind häufig nicht mehr rein religiös geprägt. Es findet sich Literatur für jede Religionsgruppe, für Esoteriker genauso wie für rein weltlich orientierte Formulierungen. Trends einer zunehmend offeneren Gesellschaft schlagen sich in der Trauerliteratur deutlich nieder.

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